Bei einem Krankenbesuch hat mir vor kurzem jemand erzählt, dass seine schnelle Versorgung durch Rettung und Arzt nur möglich war, weil er sich mit letzter Kraft bis zur Haustür bewegt und aufgesperrt hatte.
Die Tür zu öffnen für die rettende Hilfe eines anderen – das ist das Motiv und Programm der Fastenzeit. Die eigene Schwäche und Hilfsbedürftigkeit muss dabei zuerst eingestanden und signalisiert werden, damit wirklich Hilfe bei uns ankommen kann. Wir haben den Schlüssel in der Hand für die Ankunft des Retters im Haus unseres Lebens. Wenn wir am Beginn der Fastenzeit im Aschermittwoch - Gottesdienst aufgefordert wurden zu bedenken, dass wir Staub sind und wieder zum Staub zurückkehren, meint das nichts anderes. Mit dem Blick auf die eigene Schwäche und Sterblichkeit machen wir die Tür auf für die Botschaft von der Auferstehung, für unsere Rettung und Heilung. Ich wünsche Ihnen die realistische Sicht auf die eigenen Möglichkeiten und Schwächen und eine gesegnete Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest.