In meiner Studienzeit habe ich eine Reise durch Nordafrika gemacht. Die große Hitze hat mir ziemlich zugesetzt. Meine Kleidung war schneller als geplant verbraucht und ich kaufte mir in einem Oasendorf ein paar etwas grelle und bunte Hemden. Am Abend eines heißen Tages stellte ich beim Ausziehen eines dieser Hemden fest, dass die Buntheit der Farben sich auf meine Haut übertragen hatte.
Im Blick auf die Dreifaltigkeit Gottes haben wir im abfärbenden Hemd eine Andeutung der Theologie: Gott, der uns in seiner Allgegenwart ganz einhüllt, wird für uns als der eine, Unverfügbare, Einzige deutlich. Aber er ist uns ebenso hautnah gegenwärtig als der dreieinige Gott, der sich mit seinen Farben in unserem Leben abzeichnet als Schöpfergott, als Erlöser und Begleiter in Christus, und ebenso als Heiliger Geist, der uns zur Gemeinschaft befähigt.