Schön wäre es schon, wenn man aus Steinen Brot machen könnte. Schön wäre es schon, wenn man im Besitz aller Länder wäre. Schön wäre es schon, wenn man bessere Flugeigenschaften hätte und ganz ohne Ticket, ganz ohne Flughafen und Flugzeug sich auf den Weg durch die Lüfte machen könnte. Stellen Sie sich vor, es gäbe so einen Gewinn bei einem Preisausschreiben: Sie haben gewonnen! Lebenslange Flugtauglichkeit, flattern sie nur! Sie haben gewonnen! Ernähren Sie sich und ihre Lieben von den Steinen am Weg! Wählen Sie zwischen Rindschnitzelgeschmack, Himbeer oder Zitrone! Sie haben gewonnen! - Jesus ist in dieser Situation!
Es ist eine wirklich teuflische Angelegenheit, wird uns da gesagt. Der Gewinn ist eigentlich gar keiner, der Gewinn ist nämlich wie ein Köder an der Angel. Hätte der Teufel Jesus an der Angel, würde er anbeißen und sich die Gewinne auszahlen lassen, dann könnte man ihn abschleppen, weg von den Menschen, dann wäre er kein Gefährte des Menschen mehr, sondern bloß ein flugtauglicher Superman. Dann wäre er kein Begleiter, keiner, der mit den Menschen geht und ihnen nahe ist, keiner, der das Leben des Menschen wirklich kennt und teilt. Wir hätten einen Freund weniger und einen Batman mehr.
Aber Jesus durchschaut den Teufel: Er sieht, daß er nicht vor einem Gewinn, sondern vor einer Versuchung steht, nämlich der Versuchung, die Menschen im Stich zu lassen. Und er lehnt ab. Er bleibt denen treu, die er begleitet, er geht einen menschlichen Weg, und wir wissen in diesen Tagen vor Ostern, daß es ein Kreuzweg, ein Weg zum Tod und erst dann zur Auferstehung ist. Er geht einen Weg, der auch vom Menschen gegangen wird, und deshalb ist er für uns so bedeutsam. Christus verläßt uns nicht, auch wenn der Weg schwierig wird. Das ist die Botschaft dieses Evangeliums. Christus ist unser Freund, der bei uns bleibt in allen Schwierigkeiten.