Stellen sie sich vor, Sie müßten mit einem Taxi ihr Ziel in einer fremden Stadt erreichen. Würden Sie da, bevor Sie in den Wagen steigen, nachsehen, ob die Räder richtig angeschraubt sind, wann der letzte Ölwechsel durchgeführt wurde, ob der Taxifahrer seinen Führerschein hat, und ob er die Fahrtstrecke wohl kennt? Normal wäre das jedenfalls nicht.
Auf allen unseren Wegen brauchen wir Vertrauen, diese Grundhaltung, die uns das Leben eigentlich erst ermöglicht. Das ist in gewissem Sinn auch die Grundhaltung des Glaubenden: Das Vertrauen darauf, daß das Ziel erreicht werden kann, auch wenn man nicht weiß, auf welchen Straßen man geführt wird und wieviele Pannen sich einstellen; auch wenn man nicht versteht, wieso man ausgerechnet auf einem holprigen Weg unterwegs ist; das alles ist unser Leben, und wir können oft nur einsteigen auf seine Bedingungen, etwas machen aus den Vorgaben, die wir vorfinden. Wir sollen aber – im Vertrauen auf den Taxilenker unseres Lebens, im Vertrauen auf Gott, das Ziel unseres Lebens nicht aus dem Gedächtnis verlieren.
Denn wenn wir auch den Weg nicht kennen, so ist uns doch das gute Ankommen zugesagt.